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20.04.2007

Besuch in einem anderen Alltag

Zwei Wochen Urlaub in Israel und Palästina – das war der erste Plan, den Miriam Koch und ich und für das Jahr 2007 vornahmen. Mit Rucksack bepackt flogen wir, zwei Berliner Politikwissenschafts-Studentinnen, von Berlin in den Nahen Osten.

Ein gemeinsamer Freund von uns lebt für ein Jahr in Jerusalem und leistet dort seinen Zivildienst im Willy Brandt Center. Nach ein paar Tagen Reisen an Israels Küste kamen wir zu ihm nach Jerusalem und lernten dort seinen Mitbewohner Hendrik kennen. Wir wollten zwei Wochen lang Israel und Palästina erkunden und anders erleben als die üblichen Bustouristen. Dazu gehört für uns auch ein Besuch in der Anwar- Schule (Privatschule, anerkannt durch die palästinensische Autorität), in der Jahalin- Beduinen und Kinder aus dem palästinensischen Ort Azaryah unterrichtet werden. Wir konnten einen Vormittag mit Hendrik zu seiner Zivildienststelle mit.

Mit Schubkarren, Schaufel und Rechen von der Gärtnerei am Ortseingang von Azaryah bestückt, kamen wir auf dem Schulhof an - und wurden herzlich empfangen von lebensfrohen Kindern. Mit nur drei Worten arabisch - schön, stopp und hallo - pflanzten wir Schnittlauch und Geranien. Allerdings sollte es nicht bei diesen drei Worten arabisch bleiben - zumindest nach dem Willen der Kinder. Umringt auf der Bank, lasen sie uns stolz aus ihren Büchern vor und freuten sich, wenn wir kein einziges Wort in ihren Augen richtig aussprechen konnten. Doch diese Kommunikation funktionierte auch mit ein paar Brocken Englisch und Händen und Füßen. Dass ein Faul-Ei mit kleinen Abwandlungen wohl weltweit verbreitet ist und man den Reim dazu nicht verstehen muss, wurde uns schon nach einer Runde spielen bewusst.

Die Kinder fragten nach diesem wunderschönen Vormittag nach, wann wir wieder kämen - und auch wir in Deutschland denken oft daran, wie viel Blumen und Spielen bewirken kann.

Antonia Fleischmann
Bilder von Antonia Fleischmann und Hendrik Dürr

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