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04. Juli 2005

Bericht über einen Vortrag vor Elftklässlern im Albertus-Magnus-Gymnasium zu Bensberg

Durch Vermittlung von Annelise Butterweck konnten wir drei Kölner „Frauen in Schwarz“ vor den Schülern des Geschichtskurses der 11. Klassen über unsere Reiseerfahrungen in die Westbank vom August 2004 sprechen. Am 16.Juni standen wir mit unseren Fotos vor den sehr interessierten Jugendlichen im Alter von 17/18 Jahren. Die Schule unternimmt einen Schüleraustausch mit einem israelischen Gymnasium. So waren vor einigen Monaten Jugendliche aus Israel in Bensberg, die durch ihren starken Nationalismus auffielen und unsere behüteten Jugendlichen ziemlich erschreckten. Wir drei - Annelise Butterweck, Emmy Heinz und ich – stellten auch fest, dass unsere Zuhörer zum ersten Mal in einer solchen Ausführlichkeit etwas über das Leben der Palästinenser hörten. Sie kannten eigentlich nur den israelischen Standpunkt gegenüber den Palästinensern.

Das Leben der Jahalin-Beduinen auf dem Djebel bei der Jerusalemer Müllhalde stellt exemplarisch dar, wie Palästinenser unter israelischer Besatzung leben müssen. Wir berichteten über das Leben der Jahalin seit ihrer Vertreibung aus dem Negev 1948 und über ihre heutigen Versuche, sich auf dem Djebel häuslich niederzulassen. Dies geschah hauptsächlich anhand des Kindergartenprojektes, das auf Antrag der Kölner Frauen in Schwarz bei der Stadt Köln hoffentlich bald beginnen kann. Die jüdische Siedlung in der Westbank Maale Adumim und die Checkpoints wurden beschrieben. Die oft sehr mühsame Überwindung der Mauer wurde am Beispiel der StudentInnen, die nach Abu Dis wollen, um an der Al Quds Universität zu studieren, gezeigt. Wir erwähnten auch und beschrieben die Arbeit der Friedensarbeiterin Anna Crummenerl aus Köln mit ihren israelischen und palästinensischen HelferInnen . Mit Hilfe der Fotos, die wir voriges Jahr gemacht haben, konnten wir die Frauen, Männer und Kinder der Jahalin vorstellen und ihr Leben beschreiben. Durch die besonderen Umstände des israelisch-palästinensischen Konflikts und auch wegen der Aufgabe des Nomadenlebens in der heutigen Welt verändern sich die Lebensgewohnheiten der Beduinen. Bildung wird deshalb als wichtig erkannt und angestrebt.

Die Bensberger Jugendlichen hörten unseren Berichten sehr aufgeschlossen und engagiert zu. Sie stellten interessiert Fragen, auf die wir gern antworteten, soweit und so gut wir es konnten. Z. B.: Wo liegen die Ursachen des israelisch-palästinensischen Konflikts? Wann begann er? Welche Rolle spielt der Zionismus? Wie arbeitet die israelische Friedensbewegung? Gibt es palästinensische Friedensgruppen? Arbeiten beide zusammen? Was können wir tun? Wie können wir den Jahalin helfen ?

Wir waren sehr erfreut über das Interesse der Jugendlichen am Schicksal der Jahalin und hoffen, dass wir auch noch bei anderen Gruppen darüber berichten können.

Eine weitere Gelegenheit ergab sich schon am 18.06. beim Sommerfest der Evangelischen Frauengruppen in der Kölner Kartause. Dort konnten wir einen Stand aufstellen, auf dem wir die Stickereien der Jahalinfrauen, unsere Informationsschriften und unsere Fotos vorstellen konnten. Es gab erfreulich viele Frauen, die bei uns sich umsahen und umhörten. Wir kamen mit einigen ins Gespräch und konnten von den Jahalin erzählen und Fragen nach ihrem Leben beantworten. Neben einigen größeren Geldspenden und verkauften Stickereien erhielten wir eine Einladung, im Herbst über die Jahalin und unsere Projekte in Köln-Zündorf zu sprechen.

Beide Veranstaltungen haben uns ermutigt, auf diesem Weg weiterzugehen und so ein wenig den Schleier der Unkenntnis über das Schicksal der Palästinenser zu lüften.

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